Carl Graf von Brühl an Carl Maria von Weber in Dresden
Seifersdorf, Sonntag, 5. September 1824

Herzlichsten Dank, werther Herr von Weber, für die Mittheilung des Spontinischen Briefes, nebst Ihrer Antwort. Beyde haben mich in ihrer Art höchlichst ergetzt. Wenn ich die Lust zu lügen und zugleich die Unverschämtheit des Mannes nicht schon hinlänglich kennte, so würde sie mir durch diese Briefe vollends klar geworden seyn. Welches Unglück für mich mit solchem schlechten Narren umgehen und verkehren zu müssen.

Wenn Sie mir im Laufe dieses Monats noch Ihren Besuch schenken wollen, hoffe über den oberwähnten Gegenstand näher und mehr mit Ihnen zu sprechen.

Mit ausgezeichneter Hochachtung und freundschaftlicher Ergebenheit Brühl.

Apparat

Zusammenfassung

Brühl dankt für Übermittlung des Briefes von Spontini und Webers Antwortschreiben; der Brief sei ein weiterer Beweis für Spontinis Verlogenheit und Unverschämtheit; Brühl bedauert, mit solchem schlechten Narren verkehren zu müssen; falls Weber ihn noch im September besuchen würde, könne weiteres besprochen werden;

Incipit

Herzlichsten Dank, werther Herr von Weber für

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz, Joachim Veit

Überlieferung

Textzeuge

Leipzig (D), Leipziger Stadtbibliothek – Musikbibliothek (D-LEm)
Signatur: PB 37 (Nr. 62b)

Quellenbeschreibung

  • 1 Bl. (1 b.S. o.Adr.)
Weitere Textquellen
  • Rudorff: Westermanns illustrierte deutsche Monats-Hefte, 44. Jg. (1899), 87. Bd., S. 383–384;
  • Rudorff 1900, S. 208;

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