Giacomo Meyerbeer an Hinrich Lichtenstein in Berlin
Berlin, Donnerstag, 28. Juni 1832

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[…] Herzlichen Dank für die Mittheilung des Cataloges von Webers Werken. Sie kam erwünscht. Das hinterlassene Manuscript der Pintos ist viel zu klein von Umfang und Wichtigkeit, um die Hälfte einer Oper eines solch unsterblichen Heros, wie unser herrlicher, theurer Weber ausfüllen zu können. Wir müssen also, um den Manen des großen Hingegangenen kein unwürdiges Werk zu liefern, zur glänzenden Ausstattung seines ersten Actes noch Materialien zur Verarbeitung aus seinen andern Werken hervorsuchen, sollten es auch nicht immer ganze Stücke sein; aber die Themas, wenn ich auch die Ausarbeitung lieferte, müssen im ersten Acte ganz von ihm sein. Was ich in und von seinen Werken zu diesem Zwecke brauchen kann, kann ich selbst nicht wissen, es wird auch großentheils von der Wahl des Stoffes und der Situation abhängen. Seine dramatischen Werke sind zu weltberühmt und an allen Bühnen zu einheimisch, um davon benützen zu können. Es müßte also aus seinen nicht dramatischen Singe-Compositionen geschehen. – – Schließlich bitte ich, lassen Sie den Plan, dass wir die Weber’sche Oper vollenden, treulich als Geheimniß bewahren bis das Werk in’s Leben tritt.[…]

Apparat

Zusammenfassung

Meyerbeer dankt für die Übersendung einer Werkliste Webers im Rahmen der Suche nach Vorlagen für die Vollendung des Opernfragments Die drei Pintos, da Webers Skizzen ihm dafür nicht ausreichend erscheinen

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz

Überlieferung

  1. Verbleib unbekannt

    Dazugehörige Textwiedergaben

    • Carl von Weber, Karl Maria v. Weber’s unvollendet hinterlassene komische Oper „Die drei Pintos“, in: Neue Zeitschrift für Musik, Jg. 55, Bd. 83, Nr. 4 (25. Januar 1888), S. 44

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