Carl Maria von Weber an Graf Karl von Brühl
Dresden, Donnerstag, 2. Juli 1818

Hochgeehrter Herr Graf!

Der glückliche Zufall hat gewollt, daß ich Hochdero Schreiben vom 8t Juni grade erhielt, wie ich in die Stadt kam, da ich jetzt in Pillnitz auf 2 Monate Zeit wohne. Obwohl überhäuft mit 1000 Dingen, werde ich es mir doch zum Vergnügen machen, Ihr Zutrauen zu rechtfertigen.* Gebe der Himmel, daß ich es treffe, der verehrten Künstlerin eine Arbeit zu geben, die ihr Freude macht, u. in der sie sich bequem u. mit Lust bewegt. Wenn ich ihr selbst nicht antworte in diesem Augenblick, so geschieht es um gar keinen Moment zu verlieren. Sobald als nur immer möglich sende ich die Partitur.

Wenn Sie die Sapho von Grillparzer geben, kann ich Ihnen vielleicht einen Chor zu ihrem Triumpfzuge arbeiten.*

Mit vollkommenster Achtung u. Verehrung Ew. Hochgeboren ganz ergebener C. M. von Weber.

Apparat

Zusammenfassung

sagt Brühl gerne zu, eine Arie für Mad. Milder-Hauptmann zu schreiben (JV 239); bietet Komposition eines Chores zu Grillparzers Sappho an;

Incipit

Der glückliche Zufall hat gewollt, daß ich Hochdero

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz, Joachim Veit

Überlieferung

Textzeuge

Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz (D-B)
Signatur: Weberiana Cl. II B, 1. a., Nr. 14, S. 14-15

Quellenbeschreibung

  • Kopie von Ida Jähns nach Original
Weitere Textquellen
  • Brühl, S. 18, Nr. 16;

Textkonstitution

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