Carl Maria von Weber an Gaspare Spontini in Berlin
Dresden, Donnerstag, 25. Oktober 1821 (Entwurf)

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Stimatissimo e onoratissimo Sigr. Maestro!

Primo di tutto sollecito da Vostra Signoria la permissione di potermi esprimere in quella lingua, la quale lei ornerà di nuove bellezze musicale.

Die GeneralDirektion der Königl: Theater, hat mir den erwünschten Auftrag gegeben, Hochdieselben um Mittheilung Ihrer gefeyerten Oper Olimpia, zur Aufführung auf unserer Bühne* zu ersuchen. Dabei habe ich zu bemerken, daß wir den Schmuk eines eigentlichen Ballets entbehren; und uns wenig in dieser Beziehung erlauben können.

Die Bestimmung des Honorars und bald möglichste Absendung* sind demnächst meine Bitten.

Es wird mir eine große Freude sein, Ew: Hochwohlgebohren mächtiges Kunstwerk mit allem Fleiß zur Aufführung zu bringen; und hoffentlich nicht ganz unähnlich dem Geiste des Schöpfers, da ich es unter Seiner eigenen begeisternden Leitung bei jeder Vorstellung gehört habe*.

Ich wiederhole meine Bitte mir diese Freude nicht lange vorzuenthalten; und indem ich Ew: Hochwohlgebohren ersuche Ihrer verehrten Gattin meine achtungsvollsten Grüße darzubringen, nenne ich mich mit der vollkommensten Hochschätzung
Ew: Hochwohlgebohren herzlich ergebenen
Carl Marie von Weber

Apparat

Zusammenfassung

bittet Spontini um Übersendung seiner Olympia, die in Dresden (ohne Ballett) gegeben werden solle;

Incipit

Prima di tutto sollecito da V:(ostra) S:(ignoria)

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Joachim Veit

Überlieferung

Textzeuge

Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
Signatur: Weberiana Cl. II A f 2, 20

Quellenbeschreibung

  • 1 Bl. (1 b. S.), notiert auf der Rückseite eines an Weber adressierten Briefumschlags
Weitere Textquellen
  • Rognoni, Luigi: "Due lettere di Weber e una di Spontini inedite" in: Ricerche Musicali III. Universita di Bologna, Milano 1979, S. 40 (unter 23. 8. 1821) mit vollst. Faks.;

Textkonstitution

    Einzelstellenerläuterung

    • "Aufführung auf unserer Bühne": Olypmia wurde erst am 9. November 1825 erstmals in Dresden gegeben, wofür Weber das Werk bearbeitet hat (vgl. JV 305).
    • "bald möglichste Absendung": Weber hat die Olypmia am 26. November 1821 erhalten, vgl. TB und Brief an Adolph Martin Schlesinger vom 29. November 1821.
    • "gehört habe": Weber hatte Olympia in Berlin am 14., 21. und 28. Mai, sowie am 13. und 15. Juni 1821 gehört, vgl. TB.

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