Carl Maria von Weber an Carl Graf von Brühl in Berlin
Berlin, Montag, 30. Dezember 1816

[E: Wohlgebohren]

gütigen Zuschrift vom gestrigen Tage zu Folge, habe ich die Ehre, Hochdenenselben meinen ergebensten Dank für die Güte darzubringen, mit welcher Sie sich jezt meiner gefälligst errinnern.      Der von Seiten des Königl: Sächsischen Hofes an mich ergangene Ruf, als Direktor der deutschen Oper, und Königl. KapellMster., ist auf eine so ehrenvolle und schmeichelhafte Weise für mich ausgesprochen worden, daß ich denselben mit vorgestriger Post angenommen habe.

Vermöge der Lage der Dinge in Berlin, dermalen, und auch bei meiner Anwesenheit im Juny, konnte ich nicht vermuthen noch so gütig bedacht zu werden, wie es jezt in E: Hochgebohren Schreiben geschehen ist, und es bleibt mir nun nichts anderes übrig, als Ihnen dafür nochmals den ergebensten Dank an den Tag zu legen, mit dem ich stets sein werde Mit der vollkommensten Hochachtung
E: Hochgebohren
ganz ergebenster Diener
Carl Maria von Weber
Berlin d: 30t Dec: 1816.

Apparat

Zusammenfassung

teilt mit, daß er die ihm angetragene Stelle in Dresden bereits angenommen habe; nachdem er während seines Aufenthalts in Berlin nichts von Brühl gehört, habe er nicht wissen können, daß man dort noch auf ihn rechne;

Incipit

"Ew. Hochgebohren gütigen Zuschrift vom gestrigen Tage …"

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz, Joachim Veit

Überlieferung

Textzeuge

Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz (D-B)
Signatur: Mus.ep. C.M.v.Weber 7

Quellenbeschreibung

  • 1 Bl. (1 b.S. o.Adr.)
  • Blatt ist beschnitten, Anrede fehlt

Überlieferung

  • Rosen, Gerd: Auktion 22 (24.-26. Mai 1954), Nr. 1440
Weitere Textquellen
  • Muks, S. 566

Textkonstitution

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