Donnerstag, 7. März 1822
Wien

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d: 7t Besuche. Benelli. Schlegel. Steiner. Mosel. Fiaker
Mittag bei Krauß. etwas geschlafen. Tr.
Abends den Freyschützen dirigirt, Benefiz der Schröder. Mehr
Enthusiasmus kann es nicht geben*, und ich zittre vor der Zukunft
da es kaum möglich ist höher zu steigen. ich wurde
mit einem 3maligen Beifallsturm empfangen. der eben
so nach der Ouverture losbrach. alle Musikstükke appl: in vielen
2 – 3 mal. Lach Chor, und Trinklied Da C: nach dem 1t Akt 2 mal
herausger: Loorber Kranz. Gedichte*. am Ende wieder
2 mal. jedes mal empfangen.
dann noch im Erz-
herzog Carl bis ½ 1 Uhr

|10. gr8 pf
|10 gr8. pf
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Apparat

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Dagmar Beck

Überlieferung

  • Textzeuge: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (D-B)
    Signatur: Mus. ms. autogr. theor. C. M. v. Weber WFN 1

    Einzelstellenerläuterung

    • „… Enthusiasmus kann es nicht geben“Vgl. dazu auch die Tagebuchnotizen von C. L. Costenoble, J. C. Rosenbaum und Matthias Franz Perth sowie die Wiener Polizeiberichte, zitiert in: Weber-Studien, Bd. 8 (S. 452–458).
    • „… mal herausger: Loorber Kranz. Gedichte“Eines der Gedichte (auf Atlas gedruckt und an einen Lorbeerkranz geknüpft, der aus der Loge der Sophie Schröder auf die Bühne geworfen wurde) stammte von Franz von Schober („Wohl kann die Zeit der Wahrheit sich entwöhnen“). Ein weiteres, von den Galerien verstreutes („Erschaffend dringt aus lichten Äther-Räumen“) wurde nachfolgend in mehreren Wiener Zeitschriften abgedruckt; sein Verfasser blieb anonym. Durch Caroline von Weber wurden beide Gedichte den Herausgebern der Dresdner Abend-Zeitung zugänglich gemacht, wo sie am 18. März 1822 publiziert wurden.

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