C. F. Peters an Richard Pohl in Dresden
Leipzig, Donnerstag, 25. August 1853

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Hochgeehrter Herr! Kaum waren Sie abgereist, als ich eine Sendung von Freund Kalliwoda empfing*. Er läßt Sie nun freundlich ersuchen, die Texte seiner neuen Partitur unterzulegen & die etwaigen kleinen Notenveränderungen (wegen der Doppelsylben u. s. w.) gütigst selbst zu bewerkstelligen. Da hätten wir denn vielleicht Aussicht, die Arie noch zur Concert-Saison ins Leben treten zu sehen?

Obgleich der H. Kapellmeister die alte Weber’sche Originalpartitur als gänzlich unbrauchbar bezeichnet, so lege ich Ihnen solche doch mit bei, im Fall Sie irgend Etwas nachzusehen fänden.

Den Klavierauszug muß Enke wohl nach der neuen Partitur verändern & die modernen Schlüßel anwenden, wie bereits in der Partitur der Fall ist. Ohne Weiteres für Heute empfiehlt sich mit

bekannter Hochachtung Ihre ergebenster

17/9 erb. Corr. v. Weber Canzonetta zurück*

Apparat

Zusammenfassung

Pohl soll der [Weber zugeschriebenen] Arie der Palmide in der von Kalliwoda bearbeiteten Version einen neuen Text unterlegen und die rhythmischen Anpassungen der Singstimme selbst übernehmen; Peters übersendet auch die [angeblich Weber’sche] Vorlage-Partitur; Heinrich Enke muss den Klavierauszug vermutlich noch nach der neuen Partitur anpassen

Incipit

Kaum waren Sie abgereist, als ich eine Sendung von Freund Kalliwoda empfing

Überlieferung

  • Textzeuge: Leipzig (D), Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig (D-LEsta)
    Signatur: Musikverlag Peters, Nr. 5028 (Kopierbuch 1844–1855), S. 537–538

    Dazugehörige Textwiedergaben

    • Weberiana 10 (2000), S. 62

    Einzelstellenerläuterung

    • „… Sendung von Freund Kalliwoda empfing“Es handelt sich um die in den Briefen an Kallidwoda besprochene Umarbeitung der Weber fälschlich zugeordneten Palmiden-Arie, die noch am selben Tage an Pohl weitergeleitet wurde (vgl. Brief C. F. Peters an J. W. Kalliwoda vom 25. August 1853).
    • erb. Corr.Abk. von „erbetene Correctur“.
    • „… Correctur v. Weber Canzonetta zurück“JV 88, erschien 1853 mit einem deutschen Text von Pohl; vgl. Brief Richard Pohl an Max Maria von Weber vom 10. Juli 1857.

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