Aufsatz über Stuttgart

Ansicht des Gegenwärtigen Zustandes der Kunst und Literatur in Stuttgart.

Unstreitig haben wenige Städte Deutschlands sich so vieler vorzüglichen Köpfe und Talente in ihren Ringmauern zu erfreuen, als Stuttgart, wo der stille bescheidene Geist, der in sich selbst fortwirkt, und zufrieden mit seiner Wissensfülle wenig nach Prunk und Ruf von außen geizt, und wo – durch nichts aufgemuntert, um desto mehr die eigene Kraft und das Streben nach Oben erkannt und hervorgezogen zu werden verdient. Alle bedeutendere Städte Deutschlands erfreuen sich schreibender mittheilender Seelen, die von ihren Umgebungen sprechen, und die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zu leiten suchen; aber beinahe noch nie erinnert sich Ref. irgendwo eine ausführlichere Notiz von Stuttgart gelesen zu haben. Es ist freilich auch schwer das Gute in Stuttgart zu finden, weil kein öffentlicher Vereinigungspunkt irgendeiner Art Gelegenheit darbietet die Bewohner kennen zu lernen, und keinem Fremden ist es daher zu verübeln, wenn er mit der schiefsten Ansicht Stuttgart verläßt, und nur auswärts durch bedeutendere Werke, indem er sich nach ihrem Verfasser erkundigt, zu seinem Erstaunen erfährt, daß er in Stuttgart – vielleicht kaum von seinen täglichen Gesellschaftern als Schriftsteller gekannt – lebt.

Dem Literator bleibt freilich noch immer eher der Trost, sich von seinem Schreibepult aus mit der Welt bekannt und vertraut zu machen, und in so fern kann er ¦ leichter das ausgedehntere Gesellschaftsleben entbehren; obwohl auch für ihn und andere manches Mittel zur weitern Bildung und Menschenkenntniß, was offenbar nur durch gesellige Kreise, die Brennpunkte gegenseitiger Ideenauswechslungen erreicht werden kann, – verloren ist. Aber doch kann die sogenannte eigentliche Gelehrsamkeit immer noch eher ohne dieß bestehen, als die Kunst. Diese Tochter des menschlichen Umgangs lebt nur in demselben; denn es ist gewiß, daß kein Gemälde gemalt, kein Schauspiel gedichtet, und keine Musik komponirt würde, wenn nicht der Trieb, auf andere zu wirken im Menschen läge, und ihn dazu bestimmte. Ein gewisser äußerer Anstoß ist ihm unumgänglich nöthig hiezu, das bloße Wissen genügt ihm nur halb, und bald würde alles Streben ohne diesen äußern Antrieb erschlaffen.

Das vor einiger Zeit errichtete Museum versprach manche Beförderung des Kunstsinnes: schon in der kurzen Zeit seiner Existenz konnte man das Erwachen manches geweckten Talents bemerken, und sich zu schönen Erwartungen berechtigt fühlen, da doch ein Punkt vorhanden war, durch den man auf den Geschmack der Menge wirken konnte. Seit der Einschränkung dieses Instituts zum bloßen Lesezirkel aber, bleibt uns nur noch das Theater, welches trotz dem rühmlichen Fleiße des Direktors aus tausend Ursachen nicht im Stande ist, blos die Bahn des wahrhaft Guten und wahrhaft Schönen zu wandeln, sondern theils zu Füllung der Casse, theils aus andern Rücksichten beinahe nur geben kann, was gefällt. | Liebhabertheater, Liebhaberkonzerte existieren hier gar nicht. Fremde Künstler finden ihre Rechnung nicht, ihre Besuche werden immer seltener, und alles ist folglich auf kleine häusliche Zirkel beschränkt.

Daß hieraus, im Allgemeinen, Beschränktheit und ein gewisses Erschlaffen der Urtheilskraft hervorgehen müsse, ist klar, und spricht sich besonders im Theater aus; das Publikum entwöhnt selbst von seinem Urtheil und Geschmack Gebrauch zu machen, hört auf selbst über die dargestellten Kunstprodukte zu denken; läßt sich gehen, ist zufrieden sich – amüsirt zu haben und äußert sich deswegen auch stets nur – (und zwar meistens über ein und dasselbe Kunstwerk) in den beiden Extremen von Urtheilen, – das Stück ist schlecht oder – vortrefflich.

In literarischer Hinsicht ist das Morgenblatt* gewiß eine der angenehmsten und interessantesten Erscheinungen, und hat als vielgelesenes Blatt mächtigen Einfluß auf allgemeine Bildung. Auch sind beide Redaktoren desselben, die Herren Reinbeck und Haug, schon zu sehr als vorzügliche Schriftsteller und Männer von Geist und Einsicht bekannt, als daß sich unter ihren Händen nicht etwas gediegenes sollte bilden können. Aber auch auf dieses Blatt scheinen die allwaltenden Verhältnisse manchen Einfluß zu haben, und dadurch es an seiner größern Vollendung, und allgemeineren Nützlichkeit für diesen Ort zu verhindern.

Nach alle diesem, ich wiederhole es, – ist es um so erfreulicher, so viele eigene Kraft hier zu finden, die durch keinen Drang von Außen auf ihrer Bahn gehemmt werden kann; und Ref. freut sich daher, eine Reihe von Köpfen aufzählen zu können, die als Schriftsteller, Dichter, Komponisten und Künstler, überall einen würdigen Rang zu fodern und zu behaupten berechtigt sind*.

Abeille, Konzertmeister, Komponist von "Amor und Psyche" – Peter und Aennchen und vieler Lieder etc. Lieblicher schöner Gesang, mit fleißiger Behandlung des Ganzen verbunden, – bezeichnen ihn, und verdienten mehr gekannt und hervorgezogen zu werden.

von Arand, Oberjustizrath. Behauptet als brillanter äußerst fertiger Klavierspieler, hier den ersten Rang; und hat auch mehrere Klaviersachen geschrieben.

Fräulein Charlotte von Bauer. Ein höherer Kunstgenius beseelt Sie und spricht sich in Ihr als gleich vortreffliche Malerin und Klavierspielerin aus. ¦ Welche Talente durch das schöne Weibliche in der Haltung derselben, noch veredelter wiedergegeben werden.

Prof. Danneker, Ritter des K. Civil-Verdienstordens. Wer kennt diesen Namen nicht, der unstreitig nebst Canova genannt zu werden verdient. Seine Ariadne, sein Schiller, von welchem er drei verschiedene Büsten ausgeführt , wovon eine colossal ist – nebst mehreren vortrefflichen Schöpfungen seines Meißels, berechtigen ihn hierzu.

F. Danzi, Kapellmeister. Sein Ruf als einer unserer jetzt lebenden bedeutendsten Komponisten, ist schon zu allgemein, als daß man mehr als seinen Namen zu nennen brauchte. Der einzige Wunsch bleibt Ref. übrig, daß er seine größern Werke, als seine lphigenia etc. der Welt schenken , und überhaupt durch seine vortrefflichen Kompositionen dem Mangel an deutschen Originalopern abzuhelfen suchen möge.

Madame Duttenhofen, geborne Hummel. Hat äußerst interessante neue Versuche mit Vasenformen gemacht, indem Sie nach Blumen und Blättern Vasen ausschneidet, die in ihrer Gestalt so viele Aehnlichkeit mit den Hetrurischen und Griechischen haben, daß Mad. Duttenhofen, die in Rom Gelegenheit hatte Erfahrungen darüber zu sammeln, behaupten zu können glaubt, die Alten hätten ebenfalls ihre Vasen- und Urnen-Formen, von Blumen und Blättern entlehnt. Nächstens erscheint ein Heft solcher Vasenformen radirt, als Probe.

Lieutnant Faber. Karikaturzeichner voll Kunstkenntnis und Witz.

[Ergänzung aus dem Entwurf:]* H: Graf als vorzüglicher fertiger Künstler auf dem Violoncell, Mad: Graf seine Gattin, als eine liebliche Sängerin aus der vortrefflichen Schule Rhiginis, deren sie ganz entspricht, dann H: Schwegler als Oboist und Hornist, H: Rieß als Violinspieler, und vorzüglich im Quartett, unser allgemein geliebter als Deutscher gewiß auf der ersten Stufe stehende Tenorist Krebs, kurz so viele Namen drängen sich noch, die der Erwähnung verdienten, daß Ref: mit innigem Bedauern, nicht bey Allem ausführlicher verweilen zu können, nur noch die herrliche Gemähldesammlung des Regierungsrathes Fromm, welche unter andern das unbeschreiblich schöne Gemählde von Domenichino Joh: Ev: enthält, – die bedeutende Kupferstichsammlung d: H: Direktor Stumpf, um welche sich oft Künstler zum Austausch ihrer Ideen vereinigen, die interessanten Versuche des Tabaksregie Direktor Rapp mit dem Steindruk pp: flüchtig bemerken kann, und sich nur vorbehält als Fortsezung dieses, eine Aufstellung der blos Wißenschaftlichen Schriftsteller, eines Petersen, Schwab, Spittler. pp: folgen zu lassen.

Grüneisen, Generalsekretär. Ein Mann von vielem Verstand, Witz und Gelehrsamkeit. Diejenigen Geistesprodukte, welche er in dem engeren Zirkel seiner Freunde denselben mittheilte, lassen bedauern, daß er der Welt nichts davon schenkt.

F. C. Haug. Der bekannte geachtete Epigrammatist. Hat zwei Theile Gedichte und Epigramme, – Herz und Geist, ein Taschenbuch, – Elbondokani, eine Operette, – Skizze von Zumsteegs Leben, – mit Weißer, eine Epigrammatische Anthologie – und viele andere zerstreute Gedichte herausgegeben. Ein Bändchen Erzählungen, ein neuer Band Gedichte, – Glossen, Gnomen und Paradoxen etc. haben wir von ihm zu erwarten. Eine außerordentliche Gewandtheit der Sprache, welche es ihm zur größten Leichtigkeit macht, dem unbedeutendst scheinenden Sache ein schönes poetisches Gewand zu ver|leihen, und ein wirklich seltner Wortwitz – bezeichnen seine Geisteskinder.

Prof. Hetsch, Galeriedirektor. Historienmaler, dessen neuestes großes Gemälde Brutus viele Sensation erregt hat, und sich ausgezeichneten Beifalls erfreutet. Steht auch als Portraitmaler auf einer hohen Stufe.

F. K. Hiemer. Als Uebersetzer mehrerer französischen Opern als Adolph und Klara, Uthal, Vetter Jakob etc. hat Herr Hiemer sich verdient um das deutsche Theater gemacht. Der Mangel an guten Operndichtern, die Kenntniß des Theaters und der Musik haben, ist so bedeutend, daß es herzlich zu wünschen wäre, Herr H. beschäftigte sich mehr mit Originalwerken dieser Art . Sein Dialog ist fließend und natürlich, seine Verse sehr musikalisch, und doch nicht (wie manche wähnen, es müsse seyn) ohne poetischen Werth. Er bearbeitet jetzt die Oper Silvana, welche das hier Gesagte vollkommen beweisen wird.

Fr. Gräfin v. Jennison. Einige Karten-Almanachs* sind von Ihrer Hand, und sind so geistreich und mit so viel Kunstkenntniß behandelt, daß sie rühmlichst erwähnt zu werden verdienen.

Dr. Lehr, Vorleser und Privatbiblioth. Sr. M. des Königs. Lange hielt Bescheidenheit ihn zurück, die Welt mit sich bekannt zu machen, und erst in dem Baggesenschen Almanach für Liebende sehen wir einige Gedichte von ihm, deren gemüthliches, inneres Gefühls-Leben einen eigenen Weg wandelt, und gewiß jeden lieblich anspricht. Wir haben ein Taschenbuch von ihm zu erwarten, wo sich gewiß sein Talent für das Sinnige, Zarte – beurkunden wird.

Joh. Gotth. Müller, anerkannt als vorzüglicher Kupferstecher.

Fr. Müller, sein Sohn – ist erst kürzlich aus Italien zurückgekehrt, und hat sich durch Bearbeitung des Johann Evangel. von Domenichino, als großer Künstler gezeigt.

Müller. Lieblicher Landschaftsmaler.

Prof. Reinbeck. Bekannt durch seine flüchtigen Bemerkungen auf einer Reise von St. Petersburg nach Deutschland*, durch seine Briefe über Heidelberg*, mehrere dramatische Werke und durch seine Erzählungen, von welchen nächstens wieder ein Bändchen, zur Freude des gebildeten Publikums erscheinen wird. Er zeichnet sich besonders durch seine äußerst fließende Diktion aus, ¦ die natürlich und rein anspricht, welches unstreitig das höhere Talent des Erzählers beurkundet. Seine deutsche Sprachlehre verdient klassisch genannt zu werden, und ist gewiß einzig in ihrer Art, sowie als Geistesspiel die Erklärungen zu dem neusten Karten-Almanach, welche unabhängig von der Idee des Zeichners erfunden sind, gewiß jeden Würdiger der schöpfenden Phantasie erfreuen werden.

Ludwig Schubert. Uebersetzer des Ossians, mehrerer Shakespeareschen Stücke etc. und gegenwärtig Herausgeber einer Reihe Charakterzeichnungen, die Interesse und Unterhaltung versprechen. Besitzt ausgedehnte gründliche Kenntniß der neuern Sprachen, und verbindet mit einer natürlichen Schreibart treffende Bemerkungen.

Seele, Privat-Galerie-Direktor. Historienmaler und besonders vorzüglich in Bataillenstücken.

Sutor, Konzertmeister. Komponierte die Oper: Apollos Wettgesang, welche hier mit vielem Beifall aufgenommen worden ist.

H. Thouret*, Hofbaumeister. Besonders als sehr geschmack- und einsichtsvoller Dekorateur verdient.

Freiherr von Thumb. Ein junger Mann von Talent und dem eifrigsten Streben nach Vollendung. Seine Neigung zieht ihn vorzüglich zu dem Dramatischen, und einige Scenen aus einem bald erscheinenden Schauspiele Alonzo, verdienen die Aufmerksamkeit des Publikums auf das Ganze, und ihn.

Eberhard Wächter. Unbezweifelt einer der ersten Dichter als Maler. Sein Hiob und sein sterbender Sokrates, der schlafende Pindar und der schlafende Horaz – wie schön gedacht!

Präs. von Wangenheim, wirkl. adliger Geheimrath. Gleich verdient als Geschäftsmann, Kunstfreund und Schriftsteller; was er ergreift ist sein. Keine Schwierigkeiten achtend umfaßt er das Abstrakteste wie das Gefälligste mit gleicher Wärme, gleicher Kraft, so wie er eben jetzt sich als ein eifriger Beförderer der Pestalozzischen Erziehungsmethode beweiset. In dieses Fach, so wie in jedes, dessen er sich bemächtigt, ist er so tief gründlich eingedrungen, daß wir nächstens eine Abhandlung darüber erhalten. Als eifrigster Beförderer alles Guten und Schönen, als Freund und Vertrauter der Kunst, wünschen wir ihm langes Leben und Ausdauer.

[Ergänzung aus dem Entwurf:]* Weiser. gewiß einer der kritisch wahrsten Köpfe Deutschlands, und seine Sprache ist als ein ächtes Muster reiner Deutschheit aufzustellen, alles ist darin gediegen, kurz, und ganz der kraftvollen, festen Natur der deutschen Sprache angeeignet. Die Mährchen der Schehezerade von ihm bearbeitet dienen allein zum hinreichenden Beleg dieses, und mit Freuden sehen wir den folgenden Theilen entgegen.

Apparat

Zusammenfassung

über Stuttgart im Allgemeinen, Museum, Zeitung: Morgenblatt und deren Redakteure, einzelne Künstler und bedeutende Persönlichkeiten der Stadt, z.B. Abeille, Danzi, Hiemer, Schubart

Generalvermerk

Zuschreibung: autographer Entwurf Berlin SBB, Mus. ms. autogr. theor. C. M. v. Weber WFN 6 (II/2), vgl. Bartlitz, S. 64

Entstehung

am 20. Dez. 1809 versandt (laut A )

Verantwortlichkeiten

Überlieferung in 2 Textzeugen

  1. Zeitung für die elegante Welt, Jg. 10, Nr. 53 (15. März 1810), Sp. 417–422

    Dazugehörige Textwiedergaben

    • Kaiser (Schriften), S. 139–145 (Nr. 06)
  2. Entwurf: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Signatur: Mus. ms. autogr. theor. C. M. v. Weber WFN 6, (II) Bl. 17a/r – 18b/v oben

    Quellenbeschreibung

    • 2 DBl. 8 b. S., auf S. 8 befindet sich 1810-WeS-02
    • Format 33,1x20,5 cm, Kettlinien 2,7–2,9 cm
    • WZ: bekröntes Wappen mit Fabelwesen auf beiden Seiten (Adler???), Gegenmarke: Tulpenstrauß;
    • Manuskript von Weber mit S. 5–12 paginiert

    Dazugehörige Textwiedergaben

    • HellS II, S. 1–13

Textkonstitution

  • „Rhiginis“sic!
  • „Armen Collegs“Unsichere Lesung.
  • „Schubert“sic!

Einzelstellenerläuterung

  • „… literarischer Hinsicht ist das Morgenblatt“Morgenblatt für gebildete Stände (Titel ab 1837: Morgenblatt für gebildete Leser), Cotta Stuttgart und Tübingen 1807–1865.
  • „… und zu behaupten berechtigt sind“Die Reihenfolge der im Folgenden genannten Personen weicht im Entwurf vom Erstdruck ab und ist dort geordnet in einen Teil mit Schriftstellern bzw. Gelehrten und in eine zweite Rubrik mit der Überschrift "Künstler". Außerdem fehlen im Entwurf (sowie auch bei Hell) einige der in ED genannten Personenbeschreibungen (Duttenhofen, Faber, Grüneisen und Sutor). Der Abschnitt über Weiser sowie der ursprünglich abschließende Abschnitt des Entwurfs sind wiederum in ED nicht enthalten und wurden hier an entsprechender Stelle ergänzt (s.u.). Erst im zweiten Schritt scheint sich Weber für eine alphabetische Ordnung entschieden zu haben, worauf zwei von ihm notierte Listen der Namen (die linke von beiden mit Bezifferung) auf Bl. 17b/v hinweisen.
  • „… Ergänzung aus dem Entwurf:“Folgender Abschnitt ist auch in Hell II, S. 12f. enthalten.
  • „… v. Jennison . Einige Karten-Almanachs“Karten-Almanache, Tübingen 1805–1811; vgl. C. Holm/C. Soboth, Der Cottasche Karten-Almanach. Kalender als Gesellschaftsspiel, in: Kalender kleiner Innovationen, Würzburg 2006, S. 222.
  • „… von St. Petersburg nach Deutschland“Flüchtige Bemerkungen auf einer Reise von St. Petersburg über Moskwa, Grodno, Warschau, Breslau nach Deutschland im Jahre 1805, in Briefen von G. Reinbeck, 2 Teile, Leipzig 1806.
  • „… durch seine Briefe über Heidelberg“Heidelberg und seine Umgebungen im Sommer 1807 in Briefen, Tübingen 1808 .
  • „… H. Thouret“Name von Hell II, S. 11 verlesen zu "Fouret".
  • „… Ergänzung aus dem Entwurf:“Folgender Abschnitt ist auch in Hell II, S. 8 enthalten.

Lesarten

  • Textzeuge 1: Unstreitig
    Textzeuge 2: Ohnstreitig
  • Textzeuge 1: geizt
    Textzeuge 2: strebt
  • Textzeuge 1: die Aufmerksamkeit
    Textzeuge 2: das Intereße
  • Textzeuge 1: beinahe noch nie erinnert sich Ref. irgendwo eine ausführlichere Notiz von Stuttgart
    Textzeuge 2: beinah noch nie kann sich Schreiber dieses erinnern, eine ausführlichere Notiz von Stuttgart wo
  • Textzeuge 1: Es ist freilich
    Textzeuge 2: und wirklich ist es
  • Textzeuge 1: daher
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: – vielleicht kaum von seinen täglichen Gesellschaftern als Schriftsteller gekannt – lebt.
    Textzeuge 2: lebt, wo vielleicht seine täglichen Gesellschafter ihn kaum als Schriftsteller kennen.
  • Textzeuge 1: Literator
    Textzeuge 2: Literaten
  • Textzeuge 1: noch immer
    Textzeuge 2: immer
  • Textzeuge 1: leichter
    Textzeuge 2: immer noch eher
  • Textzeuge 1: Kreise
    Textzeuge 2: Circel
  • Textzeuge 1: die Brennpunkte gegenseitiger Ideenauswechslungen
    Textzeuge 2: den Brennpunkten gegenseitiger Ideen Auswechslung
  • Textzeuge 1: – verloren ist
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: Aber
  • Textzeuge 1: kein Gemälde gemalt, kein Schauspiel gedichtet, und keine Musik komponirt
    Textzeuge 2: keine Musik componirt, kein Gemälde gemahlt und kein Gedicht gedichtet
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: daher
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: aber
  • Textzeuge 1: Direktors
    Textzeuge 2: H: B: v: W.
  • Textzeuge 1: wahrhaft
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: theils
    Textzeuge 2: sowohl
  • Textzeuge 1: beinahe
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Liebhabertheater, Liebhaberkonzerte existieren hier gar nicht. Fremde Künstler finden
    Textzeuge 2: Fremde ausgezeichnete Künstler finden hier
  • Textzeuge 1: folglich
    Textzeuge 2: daher
  • Textzeuge 1: hieraus
    Textzeuge 2: daraus
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: selbst
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: und
  • Textzeuge 1: äußert sich deswegen auch stets nur – (und zwar meistens über ein und dasselbe Kunstwerk) in den beiden Extremen
    Textzeuge 2: deßwegen hört man auch stets die beyden Extreme
  • Textzeuge 1: für diesen Ort
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Ref. freut sich
    Textzeuge 2: ich freue mich
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: hier
  • Textzeuge 1: Abeille, Konzertmeister
    Textzeuge 2: KonzertMeister Abeille
  • Textzeuge 1: vieler Lieder etc.
    Textzeuge 2: Gesängen am Klavir
  • Textzeuge 1: mit fleißiger
    Textzeuge 2: und fleißige
  • Textzeuge 1: Oberjustizrath. Behauptet als brillanter äußerst fertiger Klavierspieler
    Textzeuge 2: als brillianter geschmakvoller Klavirspieler behauptet er
  • Textzeuge 1: und hat auch
    Textzeuge 2: auch hat er
  • Textzeuge 1: Charlotte
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Ritter des K. Civil-Verdienstordens.
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: unstreitig nebst
    Textzeuge 2: ohnstreitig nächst
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: hat
  • Textzeuge 1: Schöpfungen seines Meißels,
    Textzeuge 2: Werken
  • Textzeuge 1: Sein Ruf als einer unserer jetzt lebenden bedeutendsten Komponisten, ist schon zu allgemein
    Textzeuge 2: ist schon zu sehr allgemein als einer unserer bedeutendsten Comp. bekannt
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: möge
  • Textzeuge 1: Madame Duttenhofen, geborne Hummel. Hat äußerst interessante neue Versuche mit Vasenformen gemacht, indem Sie nach Blumen und Blättern Vasen ausschneidet, die in ihrer Gestalt so viele Aehnlichkeit mit den Hetrurischen und Griechischen haben, daß Mad. Duttenhofen, die in Rom Gelegenheit hatte Erfahrungen darüber zu sammeln, behaupten zu können glaubt, die Alten hätten ebenfalls ihre Vasen- und Urnen-Formen, von Blumen und Blättern entlehnt. Nächstens erscheint ein Heft solcher Vasenformen radirt, als Probe.
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Lieutnant Faber. Karikaturzeichner voll Kunstkenntnis und Witz.
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Grüneisen, Generalsekretär. Ein Mann von vielem Verstand, Witz und Gelehrsamkeit. Diejenigen Geistesprodukte, welche er in dem engeren Zirkel seiner Freunde denselben mittheilte, lassen bedauern, daß er der Welt nichts davon schenkt.
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Hat zwei Theile Gedichte und Epigramme, – Herz und Geist, ein Taschenbuch, – Elbondokani, eine Operette, – Skizze von Zumsteegs Leben, – mit Weißer, eine Epigrammatische Anthologie – und viele andere zerstreute Gedichte herausgegeben. Ein Bändchen Erzählungen, ein neuer Band Gedichte, – Glossen, Gnomen und Paradoxen etc. haben wir von ihm zu erwarten
    Textzeuge 2: bekannt durch 2 Bände Gedichte, eine Epigrammatische Anthologie mit Weißer herausgegeben, und ein Bändchen Erzählungen pp. haben wir von ihm zu erwarten.
  • Textzeuge 1: Galeriedirektor.
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: beschäftigte
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: beschäftigte
  • Textzeuge 1: wähnen
    Textzeuge 2: glauben
  • Textzeuge 1: Fr. Gräfin v. Jennison. Einige Karten-Almanachs sind von Ihrer Hand, und sind so geistreich und mit so viel Kunstkenntniß behandelt, daß sie rühmlichst erwähnt zu werden verdienen.
    Textzeuge 2: als Wieder-Schöpferin der Karten Almanache wovon sie 3 Jahrgänge mit vieler Geist und KunstKenntniß behandelt, das ganze Recht der Erfindung ihr wahrscheinlich nicht zu, da Ref: sich erinnert schon früher einen Engländer als den Erfinder derselben gekannt zu haben.
  • Textzeuge 1: Vorleser und Privatbiblioth. Sr. M. des Königs
    Textzeuge 2: Bibliothekar und Mitglied des Armen Collegs:
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: die
  • Textzeuge 1: von ihm
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Gefühls-Leben
    Textzeuge 2: Leben
  • Textzeuge 1: anspricht
    Textzeuge 2: ansprechen wird
  • Textzeuge 1: Joh. Gotth. Müller
    Textzeuge 2: Müller der Vater
  • Textzeuge 1: Fr. Müller, sein Sohn
    Textzeuge 2: Müller, der Sohn
  • Textzeuge 1: Bekannt
    Textzeuge 2: Allbekannt
  • Textzeuge 1: seine Briefe über Heidelberg
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Werke
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: letztern
  • Textzeuge 1: Er
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: aus, die
    Textzeuge 2: die so
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: das jeder im Lesen glaubt es selbst so gemacht haben zu müssen
  • Textzeuge 1: sowie
    Textzeuge 2: und
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: sind
  • Textzeuge 1: neusten
    Textzeuge 2: dießjährigen
  • Textzeuge 1: erfunden
    Textzeuge 2: empfunden
  • Textzeuge 1: jeden
    Textzeuge 2: jedem
  • Textzeuge 1: erfreuen werden
    Textzeuge 2: erfreulich
  • Textzeuge 1: Besitzt ausgedehnte gründliche Kenntniß der neuern Sprachen, und verbindet mit einer natürlichen Schreibart treffende Bemerkungen.
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Privat-Galerie-Direktor.
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Sutor, Konzertmeister. Komponierte die Oper: Apollos Wettgesang, welche hier mit vielem Beifall aufgenommen worden ist.
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: vielem
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: die Ref: gelesen,
  • Textzeuge 1: und ihn
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Unbezweifelt
    Textzeuge 2: Ohnstreitig
  • Textzeuge 1: wirkl. adliger Geheimrath.
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.
  • Textzeuge 1: Kunstfreund und Schriftsteller
    Textzeuge 2: Schriftsteller, Kunstfreund
  • Textzeuge 1: so wie er eben jetzt sich
    Textzeuge 2: wie eben jezt er sich
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: vortreffliche
  • Textzeuge 1: Text nicht vorhanden.
    Textzeuge 2: die manche schiefe Ansichten berichtigt und einen klaren Ansichtspunkt der ganzen Methode aufstellt
  • Textzeuge 1: wünschen wir
    Textzeuge 2: Text nicht vorhanden.

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