Donnerstag, 30. September 1819
Dresden

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d: 30t Zelter besuchte mich. um 9 Uhr GeneralP. Italiana.
Lina sehr krank. Abends die Zauberflöte gut*
schrekliche Nacht. um ½ 1 Uhr machte meine geliebte arme
Lina Fausse couche*.
zu Hedenus geschikt; und auf
Gott vertraut.
Medizin
Obst
Mad: Haffner
Wagenmiethe und Gräbner
Lina
Hausrechnung
Seitenumbruch dd

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|7. gr6. pf
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Apparat

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Dagmar Beck
Kommentar
Dagmar Beck; Frank Ziegler

Überlieferung

  • Textzeuge: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (D-B)
    Signatur: Mus. ms. autogr. theor. C. M. v. Weber WFN 1

    Provenienz

    • Umwandlung der Dauerleihgabe in eine Schenkung durch Hans-Jürgen Freiherr von Weber am 15. November 1986
    • bis 1986 in Familienbesitz (seit 1956 bereits als Dauerleihgabe in der Berliner Staatsbibliothek)

    Einzelstellenerläuterung

    • P.Abk. von „Probe“.
    • „… Abends die Zauberflöte gut“Besetzung: L. W. Toussaint (Sarastro), G. Bergmann (Tamino), J. G. Häcker (Sprecher), F. Burmeister (Priester), A. Metzner (Königin der Nacht), J. Zucker (Pamina), M. Strubelt (1. Dame), E. Zucker (2. Dame, Papagena), W. Schubert (3. Dame), F. Miller, Dem. Krebs und P. Lautenschläger (Genien), J. E. Metzner (Papageno), G. W. Wilhelmi (Monostatos), F. Heine (Sklave) sowie die Choristen Adam und Eckertsberg (Geharnischte). August von Goethe, der die Oper am 13. Juni 1819 im Theater auf dem Linckeschen Bad mit weitgehend identischer Besetzung gesehen hatte (einzige Ausnahme: 2. Genius - Dem. Füssel), äußerte sich über die Sänger wenig schmeichelhaft: „Die Königin der Nacht hatte eine Stimme wie ein Zwirnsfaden“, J. Zucker als Pamina „war ein recht artiges junges Figürchen sang auch recht niedl. war aber noch zu wenig theatralisch gebildet. Der Tamino sah wie eine Marionette aus und Sarastro war sehr mittelmäßig. Der erste Sprecher war eine heiser krächzende Personage“; vgl. Gabriele Radecke (Hg.), August von Goethe. Wir waren sehr heiter. Reisetagebuch 1819, Berlin 2007, S. 138 (mit falscher Terminierung 15. Juni). Er bestätigt damit Webers Klagen über sein Sängerpersonal in den ersten Dresdner Jahren. Im Brief an seinen Vater vom 13./15. Juni beurteilte Ausgust von Goethe die Darbietung als „mehr schlecht als mittelmäßig“; vgl. Radecke, a. a. O., S. 149.
    • „… geliebte arme Lina Fausse couche“Fehlgeburt.

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