Webers Anteil am Konzertleben in Dresden von 1817 bis 1826

Im Gegensatz zu seinen Anstellungen in Breslau und Prag, wo Weber eigene Konzertakademien im Theater vertraglich zugesichert waren, gab es in Dresden keine entsprechenden Vereinbarungen. Somit trat Weber in seinen dortigen Jahren nicht mehr als Konzertveranstalter in Erscheinung. Parallel dazu gab er seine Karriere als Klaviervirtuose allmählich auf; die berufliche Mehrfachbelastung des Hofkapellmeisters im Theater, der Kirchenmusik, der höfischen Funktionsmusik sowie als Komponist erlaubte ein regelmäßiges Üben nicht mehr, und der Konkurrenzdruck der ausgewiesenen Klaviervirtuosen nahm gerade in den 1820er Jahren stark zu. Nach seiner letzten großen „Kunstreise“ 1820 wurden seine Auftritte als Pianist auf dem Konzertpodium seltener; nach dem Hofkonzert am 20. April 1823, wo er nochmals sein Konzertstück für Klavier spielte (s. u.), trat Weber nur noch als Klavierbegleiter in Erscheinung bzw. beschränkte seine solistischen Darbietungen auf den mehr oder minder privaten Rahmen.

Trotzdem war Weber als Dirigent eine wichtige Größe im Dresdner Konzertleben; je nach Konzerttyp gehörte die musikalische Leitung von Konzerten (bzw. von einzelnen Teilen gemischter Programme) teils zu seinen beruflichen Verpflichtungen, teils entsprang sie persönlichem Antrieb. Nachfolgend soll ein Überblick über die verschiedenen Konzerttypen seine jeweilige Zuständigkeit klären.

Leider sind die zeitgenössischen Dokumente, ja selbst Webers eigenhändige Zeugnisse (Tagebuchnotizen, Briefe) bezüglich der musikalischen Leitung von Konzerten nur bedingt aussagefähig. Auf den Konzertzetteln ist (wie auch auf den Theaterzetteln der Zeit) der Dirigent nur in Ausnahmefällen ausgewiesen, und auch in den Konzertbesprechungen liegt der Fokus überwiegend auf den Instrumental-Solisten bzw. Sängern. Nicht immer, wenn Weber ein Konzert und vorhergehende Probe(n) im Tagebuch erwähnt, ist gesichert, dass er auch der Dirigent des Abends war. Nur selten notierte er im Tagebuch ausdrücklich, dass er dirigiert hatte. Fehlt ein solcher eindeutiger Hinweis, so bleibt immer denkbar, dass Weber lediglich im Rahmen seiner Aufsichtspflicht über die Hofkapelle beispielsweise auswärtige Musiker zu Beginn der Probe bei den Orchestermusikern vorstellte, den Probenverlauf überwachte, das abendliche Konzert besuchte, ohne jedoch selbst als Dirigent einzugreifen. Es gibt mehrere Beispiele, dass Weber zwar bei einer Probe anwesend war, nicht aber bei der folgenden Aufführung (u. a. 10./11. Mai 1823).

Öffentliche Konzerte

Konzertakademien einheimischer oder durchreisender Musiker

Die Veranstaltung privater Konzertakademien lag vollständig in der Verantwortung des jeweiligen Konzertgebers, also außerhalb von Webers Dienstpflichten als Hofkapellmeister. Wenn er trotzdem einen auswärtigen Künstler oder einen Solisten der Hofkapelle bei einer solchen Akademie als Dirigent unterstützte, so lag dies in seinem persönlichen Ermessen und bedurfte der speziellen Absprache (bei auswärtigen Künstlern ggf. auch einer vorhergehenden Korrespondenz). Aufführungsort war in der Regel der Konzertsaal im Hôtel de Pologne, nur zweimal ist bei den nachfolgend aufgelisteten Konzerten (im Oktober 1824) ausdrücklich ein anderer Veranstaltungsort nachgewiesen: der Saal des kaufmännischen Vereins. Zu Konzerten auswärtiger Musiker vgl. die Nachweise zum 3. April, 21. September und 4. Dezember 1818, 9. März 1819, 25. Februar und 18. Dezember 1820, 16. März, 3. April 1821, 19. April und 28. Dezember 1822, 4. April 1823 sowie 22. Oktober 1824; zu Akademien Dresdner Hofkapellmusiker vgl. die Nachweise zum 8. Dezember und 29. Dezember 1820, 30. März, 12. Oktober, 16. November 1821, 29. November 1822, 19. Dezember und 30. Dezember 1823, 15. Oktober, 19. November, 3. Dezember und 17. Dezember 1824.

Nur in Ausnahmefällen fanden Konzertakademien im Rahmen des Spielplans im Morettischen Hoftheater statt, ihre Zuordnung zu den Privatakademien oder zu den konzertanten Entreakten ist somit nicht eindeutig möglich. Das betrifft C. Kreutzers Konzertakademie am 7. März 1818, die allerdings, anders als die Benennung als „Akademie“ suggeriert, nicht abendfüllend war, vom Charakter her also eher den Entreakten zuzuordnen ist, und die abendfüllende „musikalisch-deklamatorische Akademie“ von Eugenie von Biedenfeld am 1. Mai 1818, die tatsächlich eher den regulären Konzertakademien zuzurechnen ist.

Konzertante Entreakte im Hoftheater

Für durchreisende Musiker war es vermutlich leichter, anstelle einer eigenen Konzertakademie einen Auftritt im Rahmen eines regulären Theaterabends zu organisieren: Hier war für den Aufführungsort (das Hoftheater) sowie das begleitende Orchester und den Dirigenten bereits gesorgt, der Vorbereitungsaufwand minimierte sich demzufolge. Solche konzertanten Zwischenakte gab es sowohl bei Aufführungen des deutschen wie auch bei solchen des italienischen Hoftheater-Departements; hatte Weber am jeweiligen Abend Dirigierverpflichtung, so gehörten solche Konzerteinlagen zu seinen dienstlichen Obliegenheiten.

Je nachdem, ob ein größeres Bühnenwerk oder mehrere kleinere Lustspiele auf dem Programm standen, wurden die Konzerteinlagen entweder zwischen den Akten eines Dramas eingeschoben oder aber zwischen (bzw. vor/nach) den verschiedenen gegebenen Bühnenwerken positioniert. Vgl. dazu die Nachweise zum 3. Februar, 29. April und 15. Mai 1817, 3. Mai, 30. Juni und 25. November 1818, 3. März, 15. November, 24. November und 7. Dezember 1819, 14. Januar und 15. Februar 1821, 30. Januar, 18. April und 6. November 1822 sowie 2. März 1824.

Wohltätigkeitskonzerte

Regelmäßig wiederkehrende Benefizkonzerte der Hofkapelle zugunsten bestimmter Einrichtungen, wie Weber sie beispielsweise aus seiner Prager Amtszeit oder von anderen Bühnen kannte, gab es in den Jahren seines Dresdner Wirkens nicht; die Palmsonntagskonzerte zum Besten des Pensionsfonds für die Witwen und Waisen der Kapellmitglieder wurden erst nach Webers Tod im Dezember 1826 eingeführt. Bis Anfang 1826 gab es lediglich aus speziellen Anlässen gelegentliche Wohltätigkeitskonzerte; Weber beteiligte sich an jenen am 27. Juni 1817, 9. April 1821 und 6. Juni 1824 (s. u.). Hinsichtlich der Aufführungsorte gab es zu dieser Zeit noch keinen Standard; die drei von Weber betreuten Veranstaltungen fanden in der Frauenkirche, dem Konzertsaal des Hôtel de Pologne bzw. im großen Opernhaus am Zwinger statt.

Abonnementskonzerte

Angesichts der langen Tradition der Dresdner Hofkapelle scheint es befremdlich, dass das Orchester erst ab 1858 einen Zyklus von Abonnementskonzerten einrichten konnte, der seine Fortsetzung bis in die Gegenwart findet. Zweimal gab es bereits zuvor Versuche, solche Konzertreihen zu begründen, die sich allerdings nicht als dauerhaft erwiesen: 1821/22 sowie 1848/49. 1821/22 waren die Kammermusiker Johann Eisert, Johann Gottlob Limberg, Gottlob Roth und Carl Traugott Schmiedel Vorsteher des für die Abonnementskonzerte zuständigen Vereins. Sie hatten sich frühzeitig um Weber als musikalischen Leiter bemüht, der zunächst spontan zugesagt hatte, dann aber doch Abstand davon nahm, die Direktion zu übernehmen. In seinem Brief vom 14. Oktober 1821 erklärte er seine Beweggründe dafür, sagte aber seine generelle Beteiligung zu.

Es blieb bei einem einzelnen Zyklus von sechs Konzerten zwischen dem 26. Oktober 1821 und dem 31. März 18221; während Weber beim zweiten (30. November 1821) als Konzertpianist und beim dritten (22. Dezember 1821) als Dirigent seiner eigenen Jubel-Kantate beteiligt war, bleibt seine Mitwirkung am vierten Abend (1. Februar 1822) fraglich, auch wenn er tags zuvor eine Probe im Tagebuch festhielt. Am fünften Konzert (26. Februar 1822) konnte er nicht teilnehmen, da er am 11. Februar 1822 nach Wien abgereist war.

Konzerte ohne bzw. mit eingeschränktem Öffentlichkeitscharakter

Hofkonzerte im Rahmen offizieller Festakte

Die musikalische Ausgestaltung großer höfischer Feste (in den Jahren 1817 bis 1826 waren dies überwiegend Hochzeiten von Mitgliedern der Königsfamilie) gehörte selbstverständlich zu den Pflichten eines Hofkapellmeisters, sowohl als Komponist als auch als Ausführender. Allerdings war im Rahmen von Hochzeiten die Aufführung einer italienischen Kantate mit italienischen Sängern Standard, weshalb üblicherweise Morlacchi als Komponist (und somit auch als Dirigent) beauftragt wurde2. Aufführungsort war generell das große Opernhaus am Zwinger, das aufgrund seiner Größe (und der damit verbundenen Kosten für Heizung und Beleuchtung) im alltäglichen Theaterbetrieb keine Verwendung mehr fand und zum Redouten- und Konzertsaal umgebaut worden war. Zutritt hatte bei solchen Festkonzerten nur eine ausgewählte, geladene Öffentlichkeit. Weber erhielt, verbunden mit seiner Zuständigkeit für das deutsche Hoftheaterdepartement, im Rahmen derselben Feierlichkeiten, für die Morlacchi seine Kantaten komponiert hatte, meist Aufträge für (szenische) Festspiele mit Musik bzw. Operneinlagen. Insofern ist seine Beteiligung an festlichen Hofkonzerten sehr gering. Nur einmal, für die Hochzeit von Prinzessin Maria Anna Caroline 1817, ging der Kompositionsauftrag aufgrund der Abwesenheit Morlacchis3 an Weber. Seine aus diesem Anlass geschriebene L’Accoglienza wurde allerdings nicht – wie üblich – als Kantate im großen Opernhaus, sondern als Festa teatrale (also szenisch umgesetzt) im Rahmen einer Theateraufführung (29. Oktober, nach dem Hofkonzert) im kleineren Morettischen Hoftheater gegeben; somit gehört sie nicht in diese Betrachtung.

Ein weiteres Mal musste Weber für Morlacchi einspringen: am 25. November 1822 (s. u.) als Dirigent der Kantate seines erkrankten Kollegen. Beide Hofkapellmeister gemeinsam gestalteten das Festkonzert anlässlich des königlichen Regierungsjubiläums am 20. September 1818 (s. u.).

Ein „Zwitter“ hinsichtlich der Zuweisung zu einem bestimmten Konzerttyp ist das Festkonzert am 23. September 1818, für dessen Durchführung zunächst ein formeller Auftrag ergangen war, das dann aber auf Weisung des Königs aus dem offiziellen Festprogramm zu seinem Regierungsjubiläum ausgegliedert4 und als „Nachfeier“ bezeichnet wurde. Trotzdem erachteten auch hier beide Hofkapellmeister sowie die Mitglieder der Hofkapelle und die in Dresden angestellten Sänger samt Chor ihre Teilnahme als verpflichtend. Als Aufführungsort stand aufgrund des veränderten Charakters der Veranstaltung weder das Opernhaus am Zwinger noch das Morettische Hoftheater zur Verfügung; daher wich man auf die Neustädter Kirche aus.

Hofkonzerte / Höfische Tafelmusiken

Die internen Hofkonzerte und höfischen Tafelmusiken, zu denen tatsächlich nur die Mitglieder der königlichen Familie mit ihren Gästen und bestimmte Personen des Hofstaats Zutritt hatten, gehören zu den am schlechtesten dokumentierten Tätigkeitsfeldern Webers. Ihr rein privater Charakter hatte zur Folge, dass sie in der öffentlichen Berichterstattung über das Dresdner Musikleben kaum je eine Rolle spielen, abgesehen von der gelegentlichen Erwähnung der üblichen kostbaren Geschenke (Tabatieren, Schmuckstücke etc.), die auswärtige Musiker für ihre Auftritte in diesem Rahmen erhielten. Untersuchungen zum Repertoire und dem Charakter dieser Veranstaltungen stehen noch aus. So bleibt nach wie vor ungewiss, ob die terminologische Unterscheidung Webers im Tagebuch zwischen „Tafel Concert“, „HofConcert“ bzw. „Tafelmusik“ bewusst gewählt ist (etwa um bestimmte Besetzungen oder Aufführungskonventionen zu beschreiben), oder ob sie als rein zufällig und somit ohne spezielle Bedeutung zu verstehen ist.

Einigen Musikern erschien es unangemessen, sich in diesem Rahmen zu präsentieren; so empörte sich Louis Spohr Anfang 1805 darüber, dass sein „Spiel von dem Geklapper der Teller akkompagniert sein würde“, und verzichtete daher darauf, „vom Hofe gehört zu werden“5. Auch Ignaz Moscheles, der Ende September 1824 nach Pillnitz gebeten wurde, sprach vom „Vandalismus des Tafel-Concerts“6. Andere Virtuosen scheuten sich nicht hier aufzutreten, so Heinrich Bärmann (23. Juni 1818), Bernhard Molique (1. Januar 1824) und Bernhard Romberg (27. Oktober 1824).

Eine amüsante Schilderung einer Tafelmusik im Sommersitz Schloss Pillnitz unter Leitung Webers hinterließ dessen Schüler Julius Benedict, der die Vorlieben des Königs, zu welchem Menü-Gang welche Musik gewünscht wurde, genau festhielt: eine Ouvertüre zu Suppe und Fisch, eine große Arie zu den Vorspeisen, ein kurzes Klavier- oder Violinsolo leichteren Charakters zum Gemüse, ein Quartett oder Quintett zum Fleisch, ein sentimentales Liedchen zu Champagner und Eis sowie ein heiteres zum Kaffee7. So tendenziös diese Darstellung auch erscheint, verdeutlicht sie doch, dass die Tafelmusik keineswegs ausschließlich zeremoniellen Charakter hatte, sondern ebenso der persönlichen Unterhaltung des Souveräns diente. Detaillierte Programmfolgen von Tafelmusiken haben sich wohl nur in Ausnahmefällen erhalten – auch Weber notierte im Tagebuch nur ausnahmsweise entsprechende Hinweise.

In welchem Umfang (und welchem Verhältnis) die Leitung der Tafelmusiken den beiden Hofkapellmeistern zugewiesen war, lässt sich nicht abschließend beurteilen, allerdings scheint hier Morlacchi – schon aufgrund der musikalischen Vorlieben des Königs für italienische Musik – stärker gefordert gewesen sein. An Ignaz von Seyfried schrieb Weber am 6. April 1824, dass „die Hofdienste [...] immer dem Aeltesten nach hiesiger Sitte zukommen“, also dem dienstälteren Hofkapellmeister Morlacchi. Sicher ist, dass Weber Morlacchi aber zu vertreten hatte, wie sein Einspringen am 22. November 1822 bezeugt. Webers Tagebuchnotizen weisen aus, dass er meist dann Dienst hatte, wenn Angehörige auswärtiger Herrscherhäuser am Dresdner Hof zu Gast waren bzw. wenn die Tafelmusik im Rahmen eines größeren höfischen Festes zeremoniellen Charakter hatte. Letzteres dürfte auch für die Neujahrskonzerte bei Hof zutreffen. In anderen Fällen begleitete er – quasi als Amtsträger – auswärtige Künstler bei ihren Darbietungen vor der königlichen Familie.

Zu dieser Konzertgruppe vgl. die Nachweise zum 25. August, 12. Oktober und 29. Oktober 1817, 1. Januar, 23. Juni, 4. August und 18. September 1818, 7. März, 4. Juni, 1. August, 26. September, und 8. Oktober 1819, 8. März, 4. April und 20. Juli 1820, 1. Januar, 29. August und 22. November 1822, 1. Januar, 11. April, 20. April, 23. April, 11. Mai, 22. Mai und 1. August 1823, 1. Januar und 27. Oktober 1824, 27. Oktober und 16. November 1825.

Aufführungen höfischer Huldigungsmusiken im privaten Rahmen

Ohne offiziellen Auftrag und dienstliche Verpflichtung, vielmehr aus eigenem Antrieb bzw. angeregt durch befreundete Dichter, schrieb Weber mehrere kleiner besetzte Huldigungsmusiken (Kantaten, Festgesänge) zu Geburts- oder Namenstagen einzelner (überwiegend weiblicher) Mitglieder der königlichen Familie. Die Aufführungen fanden in den Privaträumen der Schlösser in Pillnitz bzw. Dresden statt und wurden von Weber selbst geleitet (der die Sänger gleichzeitig am Klavier begleitete); vgl. dazu die Nachweise zum 26. Juli 1817, 13. April und 3. August 1818, 26. September 1821 sowie 14. Januar 1823. Bezüglich ihrer Anlage stehen diese Huldigungsmusiken eher dem Bereich des Hofkonzerts nahe, angesichts der Aufführungsumstände eher den nachfolgend erwähnten Privatmusiken bei Hof.

Privatmusiken der königlichen Familie

Webers Verhältnis zum Königspaar war nicht ungetrübt, fühlte er sich doch mehrfach gegenüber seinem dienstälteren Kollegen Morlacchi zurückgesetzt bzw. sein Wirken allgemein nicht angemessen gewürdigt. Sehr viel persönlicher gestaltete sich der Umgang mit der jüngeren Generation der sächsischen Prinzen und Prinzessinnen. Besonders eng war der Kontakt zu Prinz Friedrich, den Weber mehrfach bei der Ausgestaltung seiner privaten Abendmusiken (mit teils erstaunlich ambitionierten Programmen) unterstützte; vgl. die Nachweise zum 26. Dezember 1819, 19. März 1820, 27. Dezember 1821, 11. Oktober und 31. Dezember 1822, 14. und 21. März 1823 sowie 17. und 25. Dezember 1823. Wie stark Weber hier involviert war, bezeugt der Umstand, dass er im Brief an Friedrich Rochlitz vom 7. Januar 1824 von „unseren kleinen Abendmusiken“ sprach. Solche musikalischen Privatunterhaltungen außerhalb des höfischen Zeremoniells gehörten genauso wenig zu Webers vertraglich festgelegten Dienstobliegenheiten wie der Kompositionsunterricht, den er Prinzessin Amalie erteilte – beides war wohl eher Ausdruck einer persönlichen Verbindung und geschah sicherlich (wie die Aufführung der oben erwähnten Huldigungskompositionen) nicht ohne den Hintergedanken, die Wahrnehmung der eigenen Tätigkeit als Hofkapellmeister in der königlichen Familie positiv zu lenken. Am 4. April 1824 und 20. Januar 1826 betreute Weber zudem Aufführungen von Werken seiner Kompositionsschülerin.

Konzertnachweise

Nachfolgend wird der derzeitige Kenntnisstand zu allen Konzerten mit gesicherter oder mutmaßlicher Weber-Beteiligung als Solist und/oder Dirigent zwischen 1817 und 1826 in Dresden (bzw. Pillnitz), also exklusive der auswärtigen Auftritte in diesem Zeitraum im Rahmen von Konzert- bzw. Privatreisen, zusammengefasst8. Quellen dafür sind in erster Linie Webers Tagebücher und etliche Pressenotizen (Konzert-Rezensionen und -erwähnungen sowie Konzertanzeigen). Dabei lassen sich nicht in allen Fällen vollständige Konzertprogramme rekonstruieren (besonders gilt dies im nichtöffentlichen Sektor), die Übersicht bleibt insofern zwangsläufig unausgewogen. Zudem sind jene Konzertprogramme, die ausschließlich nach den Konzertzetteln oder -anzeigen wiedergegeben werden, immer unter Vorbehalt zu betrachten, da es kurzfristig zu Programm- oder Besetzungsänderungen gekommen sein kann. Diesbezüglich bieten lediglich Webers (rudimentäre) Tagebuchaufzeichnungen und die ebenfalls meist nur einzelne Programmteile herausgreifenden Konzertberichte verlässliche Informationen.

3. Februar 1817

Konzertbeiträge von C. Keller und F. Belcke als Zwischenakte im Theater
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 3. Februar 1817)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters, Jg. 1 (Ms. Stadtarchiv Dresden), S. 57
  • Theaterzettel (D-Dl)
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 2, Nr. 3 (März 1817), S. 84

29. April 1817

Konzertbeitrag von G. Gned als Zwischenakt im Theater
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 29. April 1817)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters, Jg. 1 (Ms. Stadtarchiv Dresden), S. 63
  • Theaterzettel (D-Dl)
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 2, Nr. 5 (Mai 1817), S. 157

15. Mai 1817

Konzertbeitrag von T. Grünbaum als Zwischenakt im Theater
Morettisches Hoftheater

27. Juni 1817

Benefizkonzert “zum Besten der Nothleidenden im Gebirge”
Frauenkirche
Dirigent: C. M. v. Weber

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Proben am 22., 24., 25. und 26. Juni 1817)

26. Juli 1817

Festliche Kantatenaufführung zum Annentag
Schloss Pillnitz

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Proben am 24. und 25. Juli 1817)
  • Brief Webers an seine Braut Caroline vom 27./28. Juli 1817
  • Moritz Fürstenau, Die musikalischen Beschäftigungen der Prinzessin Amalie, Herzogin von Sachsen, Dresden 1874, S. 24f.

25. August 1817

Hofkonzert
Schloss Pillnitz

  • Programm:
  • unbekanntes Stück für das Terpodion
    Solist: C. M. v. Weber

12. Oktober 1817

Hofkonzert (Tafelmusik)
Dresdner Stadtschloss

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Proben am 10. und 11. Oktober 1817)

29. Oktober 1817

Hofkonzert im Rahmen der Hochzeitsfeierlichkeiten für Prinzessin Maria Anna Carolina
Dresdner Stadtschloss

1. Januar 1818

Hofkonzert (Neujahrskonzert)
Dresdner Stadtschloss

7. März 1818

Musikalische Akademie von C. Kreutzer
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 7. März 1818)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters, Jg. 2 (Ms. Stadtarchiv Dresden), S. 37

3. April 1818

Musikalische Akademie von F. Conradi
Hôtel de Pologne
C. M. von Weber in die Vorbereitung (Probe) des Konzerts eingebunden; vermutlich (in Teilen) auch Dirigent

13. April 1818

Musikalisches Geburtstagsständchen für Prinz Maximilian

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Proben am 12. und 13. April 1818)
  • Moritz Fürstenau, Die musikalischen Beschäftigungen der Prinzessin Amalie, Herzogin von Sachsen, Dresden 1874, S. 26

1. Mai 1818

Musikalisch- deklamatorische Akademie von E. von Biedenfeld
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 1. Mai 1818)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters, Jg. 2 (Ms. Stadtarchiv Dresden), S. 40

3. Mai 1818

Konzertbeitrag von E. Coda als Zwischenakt im Theater
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Probe am 2. Mai 1818)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters, Jg. 2 (Ms. Stadtarchiv Dresden), S. 41
  • [nicht angegeben in: Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 3, Nr. 6 (Juni 1818), S. 201]

23. Juni 1818

Hofkonzert (Tafelmusik) mit H. Bärmann
Schloss Pillnitz

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 23. Juni 1818)

30. Juni 1818

Konzertbeiträge von H. Bärmann und H. Harlas als Zwischenakte im Theater
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 30. Juni 1818)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters, Jg. 2 (Ms. Stadtarchiv Dresden), S. 45
  • Theaterzettel (D-Dl)
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 3, Nr. 7 (Juli 1818), S. 227

3. August 1818

Festliche Kantatenaufführung zum Namenstag der Königin
Schloss Pillnitz

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Proben am 31. Juli und 2. August 1818)
  • Brief Webers an Friedrich Kind vom 4. August 1818
  • Moritz Fürstenau, Die musikalischen Beschäftigungen der Prinzessin Amalie, Herzogin von Sachsen, Dresden 1874, S. 26f.

4. August 1818

Hofkonzert (Tafelmusik) mit F. Funk
Schloss Pillnitz

18. September 1818

Hofkonzert mit A. Catalani
Schloss Pillnitz

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 18. September 1818)

20. September 1818

Höfisches Festkonzert anlässlich des Regierungsjubiläums des Königs
Großes Opernhaus am Zwinger
Leitung: F. Morlacchi9

21. September 1818

Konzert von A. Catalani
Hôtel de Pologne
Dirigent: C. M. v. Weber

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • David August Taggesell, Tagebuch eines Dresdner Bürgers; oder Niederschreibung der Ereignisse eines jeden Tages, soweit solche vom Jahre 1806 bis 1851 für Dresden und dessen Bewohner von geschichtlichem, gewerblichem oder örtlichem Interesse waren, Dresden [1851], S. 366
  • Maria Börner-Sandrini, Erinnerungen einer alten Dresdnerin, Dresden 1876, S. 22ff.

23. September 1818

Festkonzert (Nachfeier) anlässlich des Regierungsjubiläums des Königs
Neustädter Kirche

25. November 1818

Konzertbeitrag von J. Gugel und R. Gugel als Zwischenakt im Theater
Morettisches Hoftheater

  • Programm:
  • Concertante für Horn (oder für zwei Hörner?)
  • Variationen für Horn
  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Probe am 24. November 1818)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters, Jg. 2 (Ms. Stadtarchiv Dresden), S. 55
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 3, Nr. 12 (Dezember 1818), S. 390

4. Dezember 1818

Konzert von J. Gugel
Hôtel de Pologne

3. März 1819

Konzertbeiträge von N. Kraft als Zwischenakte im Theater
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 3. März 1819)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters, Jg. 3 (Ms. Stadtarchiv Dresden), S. 39
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 4, Nr. 4 (April 1819), S. 136

7. März 1819

Hofkonzert mit B. Romberg
Stadtschloss Dresden

9. März 1819

Musikalische Akademie von B. Romberg
Hôtel de Pologne

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 9. März 1819)

4. Juni 1819

Hofkonzert (Tafelmusik)
Schloss Pillnitz

1. August 1819

Hofkonzert (Tafelmusik) wegen Anwesenheit des Königs von Preußen
Schloss Pillnitz

26. September 1819

Hofkonzert (Tafelmusik) anlässlich der Prokurationstrauung von Prinz Friedrich mit Erzherzogin Caroline in Wien
Stadtschloss Dresden

8. Oktober 1819

Hofkonzert (Tafelmusik) zu Ehren der am 7. Oktober in Dresden angekommenen Erzherzogin Caroline
Stadtschloss Dresden

15. November 1819

Konzertbeitrag von W. Braun als Zwischenakt im Theater
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 15. November 1819)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters, Jg. 3 (Ms. Stadtarchiv Dresden), S. 57
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 4, Nr. 12 (Dezember 1819), S. 389

24. November 1819

Konzert von L. Spohr und seiner Frau D. Spohr in Verbindung mit einer Theatervorstellung
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Probe am 23. November 1819)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters, Jg. 3 (Ms. Stadtarchiv Dresden), S. 58
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 4, Nr. 12 (Dezember 1819), S. 390

7. Dezember 1819

Konzertbeiträge von C. Grenser als Zwischenakte im Theater
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 7. Dezember 1819)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters, Jg. 3 (Ms. Stadtarchiv Dresden), S. 59
  • Theaterzettel (D-Dl)
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 5, Nr. 1 (Januar 1820), S. 60f.

26. Dezember 1819

Abendmusik beim Prinzen Friedrich

25. Februar 1820

Musikalische Akademie von C. Barth
Hôtel de Pologne

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 25. Februar 1820)

8. März 1820

Hofkonzert mit F. X. W. Mozart
Stadtschloss Dresden
Weber hielt den Auftritt Mozarts vor der königlichen Familie zwar im Tagebuch fest, war aber selbst nicht anwesend, wie aus dem Tagebuch Mozarts eindeutig hervorgeht; vgl. Franz Xaver Wolfgang Mozart (Wolfgang Amadeus Mozart Sohn). Reisetagebuch 1819–1821, hg. und komm. von Rudolph Angermüller, Bad Honnef 1994, S. 185 (“Nach dem Concerte brachte ich Bericht davon an Weber.”). Webers Probennotiz legt allerdings nahe, dass er in die Konzertvorbereitungen eingebunden war.

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Probe am 7. März 1820)
  • Franz Xaver Wolfgang Mozart (Wolfgang Amadeus Mozart Sohn). Reisetagebuch 1819–1821, hg. und komm. von Rudolph Angermüller, Bad Honnef 1994, S. 185

19. März 1820

Abendmusik beim Prinzen Friedrich

4. April 1820

Hofkonzert mit J. N. Hummel

20. Juli 1820

Hofkonzert (Tafelmusik) mit Ch. Bender
Schloss Pillnitz

8. Dezember 1820

Musikalische Akademie von J. J. F. Dotzauer
Hôtel de Pologne
Weber dirigierte offenbar ausschließlich eine Arie

18. Dezember 1820

Musikalische Akademie von H. Bärmann
C. M. von Weber vermutlich Dirigent, auf jeden Fall in die Vorbereitung (Probe) des Konzerts eingebunden

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 18. Dezember 1820)

29. Dezember 1820

Musikalische Akademie von C. G. Peschke
Hôtel de Pologne

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 29. Dezember 1820)

14. Januar 1821

Konzertbeitrag von E. Grund als Zwischenakt im Theater
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Probe am 13. Januar 1821)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters (zum neuen Jahre 1822)
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 6, Nr. 2 (Februar 1821), S. 88

15. Februar 1821

Konzertbeiträge von L. A. E. Passy als Zwischenakte im Theater
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 15. Februar 1821)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters (zum neuen Jahre 1822)
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 6, Nr. 3 (März 1821), S. 123

16. März 1821

Musikalische Akademie von P. Vimercati
Hôtel de Pologne

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 16. März 1821)

30. März 1821

Musikalische Akademie von J. G. Peschel
Hôtel de Pologne

3. April 1821

Musikalische Akademie von A. und C. Boucher
Hôtel de Pologne
Dirigent: C. M. v. Weber

9. April 1821

Benefizkonzert “zum Besten der Blindenanstalt”
Hôtel de Pologne

26. September 1821

Festliche Kantatenaufführung zum Geburtstag von Maria Amalia Anna von Pfalz-Zweibrücken
Schloss Pillnitz

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Proben am 24. und 25. September 1821)
  • Moritz Fürstenau, Die musikalischen Beschäftigungen der Prinzessin Amalie, Herzogin von Sachsen, Dresden 1874, S. 29f.

12. Oktober 1821

Musikalische Akademie von A. B. Fürstenau
Hôtel de Pologne

16. November 1821

Musikalische Akademie von G. H. Kummer
Hôtel de Pologne
Webers Beteiligung ist fraglich
vermutete weitere Mitwirkende neben den unten aufgeführten: G. Bergmann, A. Mayer

30. November 1821

2. Abonnements-Konzert der Hofkapelle

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Proben am 26. und 29. November 1821)

27. Dezember 1821

Abendmusik beim Prinzen Friedrich

1. Januar 1822

Hofkonzert (Neujahrskonzert)
Stadtschloss Dresden

  • Programm:
  • Duett
  • Arien
    Solistin: F. Funk
  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Proben am 30. und 31. Dezember 1821)

30. Januar 1822

Konzertbeitrag von G. F. Mantey von Dittmer als Zwischenakt im Theater
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 30. Januar 1822)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters (zum neuen Jahre 1823), S. 24f.
  • Theaterzettel (D-Dla)
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 7, Nr. 2 (Februar 1822), S. 64f.

1. Februar 1822

4. Abonnements-Konzert der Hofkapelle

18. April 1822

Konzertbeiträge von L. Drouet als Zwischenakte im Theater
Morettisches Hoftheater
Webers Beteiligung ist unsicher, Probe vermutlich eher auf den 19. April bezogen

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 18. April 1822)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters (zum neuen Jahre 1823), S. 29
  • Theaterzettel (D-Dla)
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 7, Nr. 5 (Mai 1822), S. 170

19. April 1822

Musikalische Akademie von L. Drouet
Hôtel de Pologne

29. August 1822

Hofkonzert (Tafelmusik)
Schloss Pillnitz

11. Oktober 1822

Abendmusik beim Prinzen Friedrich

6. November 1822

Konzertbeitrag von C. E. Hartknoch als Zwischenakt im Theater
Morettisches Hoftheater

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 6. November 1822)
  • Theaterzettel (D-Dla)
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 7, Nr. 11 (November 1822), S. 339
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters (zum neuen Jahre 1823), S. 42
  • Ortrun Landmann, Aus den Dienst-Tagebüchern des Kämmerers von Reitzenstein, in: Weberiana, Heft 27, 2017, S. 8 (Geschenk vom Hof)

22. November 1822

Hofkonzert (Tafelmusik) zu Ehren der am 21. November in Dresden angekommenen Prinzessin Amalie Auguste
Stadtschloss Dresden
Weber musste aufgrund der plötzlichen Erkrankung Morlacchis diese Tafelmusik übernehmen

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • lt. David August Taggesell, Tagebuch eines Dresdner Bürgers; oder Niederschreibung der Ereignisse eines jeden Tages, soweit solche vom Jahre 1806 bis 1851 für Dresden und dessen Bewohner von geschichtlichem, gewerblichem oder örtlichem Interesse waren, Dresden [1851], S. 402 „erweiterte Familie-Tafel“

25. November 1822

Festkantate anlässlich der Hochzeit von Prinz Johann
Großes Opernhaus am Zwinger

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Proben am 22., 23. und 24. November 1822)

29. November 1822

Musikalische Akademie von A. und L. Haase
Hôtel de Pologne
Webers Beteiligung fraglich

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Konzertzettel (Dresden, Historisches Archiv der Sächsischen Staatsoper)
  • Ortrun Landmann, Aus den Dienst-Tagebüchern des Kämmerers von Reitzenstein, in: Weberiana, Heft 27, 2017, S. 10 (Karten-Erwerb durch den Hof)

28. Dezember 1822

Musikalische Akademie von A. Czegka
Hôtel de Pologne

31. Dezember 1822

Abendmusik beim Prinzen Friedrich

  1. Programm:13
  2. G. Nicolini: Arie
    Solistin: F. Funk
  3. Urania (vermutlich Lied aus F. H. Himmel, Gesänge aus Tiedge’s Urania op. 18)
    Solist: G. Bergmann
  4. Duett aus Barbier von Sevilla
    Solisten: Tibaldi (Carlo oder Constanze?), G. Benincasa
  5. F. H. Himmel: „An Alexis“ aus Alexis und Ida op. 43 (?)
  6. Arie
    Solist: G. Benincasa
  7. C. M. v.Weber: Husarenlied Husaren sind gar wack’re Truppen
  8. Arie
    Solist/in: Tibaldi (Carlo oder Constanze?)
  9. C. M. v.Weber: Serenade “Horch, leise horch!” (Fassung mit Klavier)
  10. L. v. Beethoven: Duett aus Fidelio
  11. F. X. Eisenhofer: Duett
  12. Francesco Bianchi: Nummer aus La villanella rapita
  13. I. X. Ritter von Seyfried: Quartett für Männerstimmen
  14. G. Rossini: Duett aus Tancredi
  15. C. M. v. Weber: Ei, wie scheint der Mond (?)
  16. Lied oder Vokalensemble (?) „sagt er“

1. Januar 1823

Hofkonzert (Neujahrskonzert)
Stadtschloss Dresden

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Probe am 31. Dezember 1822)
  • Ortrun Landmann, Aus den Dienst-Tagebüchern des Kämmerers von Reitzenstein, in: Weberiana, Heft 27, 2017, S. 8 (Geschenk vom Hof)

14. Januar 1823

Festliche Kantatenaufführung zum Geburtstag der Prinzessin Therese
Stadtschloss Dresden

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Probe am 13. Januar 1823)
  • Moritz Fürstenau, Die musikalischen Beschäftigungen der Prinzessin Amalie, Herzogin von Sachsen, Dresden 1874, S. 31

14. März 1823

Abendmusik beim Prinzen Friedrich

21. März 1823

Abendmusik beim Prinzen Friedrich

4. April 1823

Musikalische Akademie von J. Benedict
Hôtel de Pologne

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 4. April 1823)

11. April 1823

Hofkonzert (Kammermusik) für das bayerische Königspaar
Stadtschloss Dresden
Vermutlich gemeinsam mit J. G. Kotte

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Ortrun Landmann, Aus den Dienst-Tagebüchern des Kämmerers von Reitzenstein, in: Weberiana, Heft 27, 2017, S. 14 (Geschenk vom Hof)

20. April 1823

Hofkonzert für das bayerische Königspaar
Stadtschloss Dresden

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Tagebucheintrag von Washington Irving, Journals and Notebooks. 1819–1827, The Complete Works of Washigton Irving, vol. III, Madison/Wisconsin und London 1970, S. 141
  • Ortrun Landmann, Aus den Dienst-Tagebüchern des Kämmerers von Reitzenstein, in: Weberiana, Heft 27, 2017, S. 14 (Geschenk vom Hof)

23. April 1823

Hofkonzert
Stadtschloss Dresden (Audienzzimmer der Königin)

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 23. April 1823)

11. Mai 1823

Hofkonzert (Tafelmusik) mit F. X. Pecháček
Dresden oder Pillnitz
Weber nur an der Probe, nicht an der Aufführung beteiligt

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe am 10. Mai 1823)
  • Ortrun Landmann, Aus den Dienst-Tagebüchern des Kämmerers von Reitzenstein, in: Weberiana, Heft 27, 2017, S. 8 (Geschenk vom Hof)

22. Mai 1823

Hofkonzert (Tafelmusik) mit J. F. Mazas
Schloss Pillnitz

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Ortrun Landmann, Aus den Dienst-Tagebüchern des Kämmerers von Reitzenstein, in: Weberiana, Heft 27, 2017, S. 8f. (Geschenk vom Hof)

1. August 1823

Hofkonzert (Tafelmusik)
Schloss Pillnitz
anlässlich der Anwesenheit des Königs von Preußen
Dirigent: C. M. v. Weber

17. Dezember 1823

Abendmusik beim Prinzen Friedrich

19. Dezember 1823

Musikalische Akademie von G. A. Rolla
Dirigent: C. M. v. Weber
Hôtel de Pologne

25. Dezember 1823

Abendmusik beim Prinzen Friedrich

30. Dezember 1823

Musikalische Akademie von J. G. Kotte
Hôtel de Pologne

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Proben am 8., 26. und 30. Dezember 1823)
  • Ortrun Landmann, Aus den Dienst-Tagebüchern des Kämmerers von Reitzenstein, in: Weberiana, Heft 27, 2017, S. 10 (Karten-Erwerb durch den Hof)

1. Januar 1824

Hofkonzert (Tafelmusik / Neujahrskonzert) mit B. Molique, Th. Böhm und G. Fink
Stadtschloss Dresden

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Probe am 31. Dezember 1823)
  • Ortrun Landmann, Aus den Dienst-Tagebüchern des Kämmerers von Reitzenstein, in: Weberiana, Heft 27, 2017, S. 9 (Geschenk vom Hof)

2. März 1824

Konzertbeiträge von G. S. Thomas und F. A. Soistmann als Zwischenakte im Theater
Morettisches Hoftheater
Weber nicht an Konzert beteiligt, nur an der Probe

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe am 2. März 1824)
  • Carl August Kornmann, Tage-Buch des Königl. Sächs. Hoftheaters (zum neuen Jahre 1825), S. 24
  • Theaterzettel (D-Dla)
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 9, Nr. 4 (April 1822), S. 100

4. April 1824

Hofkonzert
Dresdner Stadtschloss (Speisesaal des Prinzen Anton)

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 4. April 1824)
  • Moritz Fürstenau, Die musikalischen Beschäftigungen der Prinzessin Amalie, Herzogin von Sachsen, Dresden 1874, S. 32

8. April 1824

Musikalische Unterhaltung von J. F. Kaufmann
Hôtel de Pologne

6. Juni 1824

Benefizkonzert zum Besten der Opfer des Stadtbrandes in Schwarzenberg (2. Mai 1824)
Großes Opernhaus am Zwinger

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Proben am 3. und 5. Juni 1824)
  • Frank Ziegler, „Nie habe ich so viel Pracht u. Glanz beysammen gesehen ...“. Bemerkungen zu Musik und Theater in Dresden in den Tagebüchern der Caroline von Lindenfels, in: Weberiana, Heft 21 (2011), S. 55f.

15. Oktober 1824

Musikalische Akademie von A. B. Fürstenau
Saal des kaufmännischen Vereins
Weber war nur bei der Probe anwesend

22. Oktober 1824

Musikalische Akademie von B. Romberg
Saal des kaufmännischen Vereins
es ist zu vermuten, dass Weber nicht selbst an Probe oder Konzert beteiligt war

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 22. Oktober 1824)

27. Oktober 1824

Hofkonzert (Tafelmusik) für die Großfürsten Konstantin und Nikolaus sowie Prinz Leopold von Sachsen-Coburg-Saalfeld mit B. Romberg
Stadtschloss Dresden

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch (Probe/Aufführung am 27. Oktober 1824)
  • Ortrun Landmann, Aus den Dienst-Tagebüchern des Kämmerers von Reitzenstein, in: Weberiana, Heft 27, 2017, S. 9, 12 (Geschenk vom Hof)

19. November 1824

Musikalische Akademie von G. A. Rolla
Hôtel de Pologne
Dirigent: C. M. v. Weber

3. Dezember 1824

Musikalische Akademie von J. G. Lauterbach
Hôtel de Pologne

17. Dezember 1824

Musikalische Akademie von F. A. Lorenz
Hôtel de Pologne

27. Oktober 1825

Hofkonzert (Tafelmusik)
Stadtschloss Dresden
anlässlich der Anwesenheit von Konstantin, Großfürst von Russland und Nikolaus I., Kaiser von Russland

16. November 1825

Hofkonzert (Tafelmusik) anlässlich der Hochzeit des Prinzen Maximilian
Prinzenpalais (Bibliothekssaal)
Dirigent: C. M. v. Weber

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Probe am 12. und 14. November 1825)
  • Moritz Fürstenau, Die musikalischen Beschäftigungen der Prinzessin Amalie, Herzogin von Sachsen, Dresden 1874, S. 33
  • Landmann, Ortrun: Aus den Dienst-Tagebüchern des Kämmerers von Reitzenstein, in: Weberiana, Heft 27, 2017, S. 19

20. Januar 1826

Musik beim Prinzen Maximilian

  • sonstige Quellen:
  • Weber-Tagebuch
  • Weber-Tagebuch (Probe am 17. und 19. Januar 1826)
  • Moritz Fürstenau, Die musikalischen Beschäftigungen der Prinzessin Amalie, Herzogin von Sachsen, Dresden 1874, S. 17, 33

Endnotes

  1. 1Vgl. Allgemeine musikalische Zeitung, Jg. 24, Nr. 19 (08. Mai 1822), Sp. 310–313.
  2. 2Vgl. dessen Kantaten Albino ed il Tago, Amore e destino, La contesa delle tre Dee sowie La lite sopita.
  3. 3Morlacchi reiste von September 1817 bis Juni 1818 nach Italien, wo er Opernaufträge in Neapel und Mailand hatte.
  4. 4Vgl. Webers Brief an Friedrich Rochlitz vom 14. August 1818.
  5. 5Vgl. Louis Spohr, Lebenserinnerungen, hg. von Folker Göthel, Tutzing 1968, Bd. 1, S. 82.
  6. 6Vgl. Charlotte Moscheles (Hg.), Aus Moscheles’ Leben. Nach Briefen und Tagebüchern, Bd. 1, Leipzig 1872, S. 89.
  7. 7Julius Benedict, Weber (aus der Serie: The Great Musicians), London 1881, S. 74f.
  8. 8Zu weiteren Konzerten in Dresden unter Beteiligung der Hofkapelle, aber ohne Bezug zu Weber vgl. Eberhard Steindorf, Die Konzerttätigkeit der Königlichen musikalischen Kapelle zu Dresden (1817–1858). Institutionsgeschichtliche Studie und Dokumentation (Dresdner Schriften zur Musik, Bd. 11), Baden-Baden 2018. In diesem Band finden sich auch ausführliche weitere Hinweise zur Entwicklung der einzelnen Konzerttypen in der Zeit nach Webers Tod sowie zu den genannten Konzertstätten.
  9. 9Als Dirigent des Abends wird ausschließlich Morlacchi genannt, wobei unklar bleibt, ob Weber seine Jubel-Ouvertüre, die er am 14. September 1818 geprobt hatte, nicht auch selbst leitete.
  10. 10vgl. Brief Caroline und Carl Maria von Webers an Friederike Koch vom 14. Oktober 1818
  11. 11Die beiden Ouvertüren eröffneten jeweils den ersten bzw. zweiten Teil des Konzerts.
  12. 12Mit „Simphonien Probe“ könnte Weber die beiden Kummerschen Ouvertüren meinen.
  13. 13Nummerierung gemäß der Aufzeichnungen Webers in seinem Tagebuch (vgl. 31. Dezember 1822)

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